Grundlagen systemischer Eltern und Familienarbeit in der Jugendhilfe


Elternarbeit ist komplexer und auch schwieriger geworden. Die Gründe dafür sind vielfältig:  Wandel in den Rollenbildern, Patchworkkonstellationen, Migrationshintergründe, usw.  Gleichwohl hat ihre Bedeutung nicht ab sondern eher zugenommen. Seien es stationäre, teilstationäre oder ambulante Jugendhilfemaßnahmen, Elternarbeit ist immer ein elementarer Teil der Hilfen für das Kind. Mit der Komplexität der Arbeit sind auch die Anforderungen an die Professionalität gestiegen. Elternarbeit heute kann man nicht mehr „einfach nebenbei“ machen. Sie erfordert ein hohes Maß an Planung Übersicht und fachlichem KnowHow. Wir haben eine Fortbildungsmaßnahme entwickelt, die die Teilnehmer für die Planung und Durchführung einer professionellen Eltern und Familienarbeit qualifiziert. Wir vermitteln darin zunächst theoretische Grundlagen über die Bedeutung von „Eltern“ für die Persönlichkeitsentwicklung. Auf dieser Basis entwickeln wir strategische und technische Vorgehensmuster im Allgemeinen und für spezielle Problemstellungen. Die Fortbildung hat den Anspruch, gleichermaßen theoretische Kenntnisse wie auch praktische Fertigkeiten der Teilnehmer zu erweitern. Anhand von Fallbeispielen werden typische Settings und Problemstellungen behandelt.

U.a. werden die folgenden Themenschwerpunkte behandelt:

„Versorgungsbeziehung“ und „Identifikationsbeziehung“ wo Eltern „ersetzbar“ sind und wo nicht
„Doppelte Diagnose“ Einschätzung der Problematiken beim Kind und bei den Eltern

Planung und Zielsetzung und Organisation der Elternarbeit

Die wichtigsten Themen der Elterngespräche

Orientierung der Elternarbeit an „Identitätsressourcen“

Alle Teilnehmer werden gebeten, Material mitzubringen, um den Inhalt dieser Fortbildung anhand praktischer Fallbeispiele erörtern zu können.


Das Seminar gilt auch als Einführungsseminar für unsere
2jährige berufsbegleitende Weiterbildung Fachkraft für Systemische Eltern und Familienarbeit in der Jugendhilfe