2-jährige berufsbegleitende Fortbildung
Systemische Beratung und Betreuung


• Allgemeines

Grundlage jeder sozialen Arbeit ist der persönliche Kontakt des Experten mit seinem Klienten. Die Aufgabe des Experten (Betreuers, Beraters) besteht i.d.R. darin, mit dem Klienten zusammen einen Weg zu finden, wie er seine Individualität selbstbewusst und konstruktiv in das gesellschaftliche Zusammenleben einbringen kann. Dies kann in den unterschiedlichsten Arbeitszusammenhängen geschehen, beginnend bei der ambulanten Beratung und Hilfe bis in zu stationärer Betreuung in Heimen oder Rehabilitationseinrichtungen. Die Zielrichtung ist ebenfalls unabhängig vom Symptom oder angesprochenen Personenkreis, ob es sich nun um selbständige erwachsene Menschen mit persönlichen Problemen, Kinder mit Entwicklungsproblemen oder Menschen mit einer Behinderung oder psychischen Erkrankung handelt.

Die von uns entwickelte „dialektisch-systemische” Methode ermöglicht es, die persönlichen Ressourcen des Klienten zu beschreiben und die Ziele und Maßnahmen der Beratung und/oder Betreuung daran auszurichten.

Wir haben eine Fortbildung konzipiert, die im sozialen Bereich tätige Personen für diese Aufgabe qualifiziert. In der Fortbildung werden theoretische Grundlagen und praktische Fertigkeiten für die Beratung und Betreuung vermittelt. Die TeilnehmerInnen lernen, Ihre eigenen Möglichkeiten einzuschätzen und weiterzuentwickeln, den institutionellen Auftrag zu beschreiben, die persönlichen Ressourcen des Klienten zu erfassen. seine Entwicklungsmöglichkeiten einzuschätzen und Lösungen zu erarbeiten.

Besondere Schwerpunkte der Fortbildung sind:
Systemische Anamneseerhebung, Interview und Gesprächsführung, Systemische Persönlichkeitsanalyse (SPA), Systemische Diagnostik, Krisenmanagement, Betreuungsplanung, Dokumentation, Leitung von Teambesprechungen, Zusammenarbeit mit anderen Betreuern, Beratern und Institutionen.


• Anwendungsbereiche

Die Fortbildung qualifiziert für die beratende und betreuende Arbeit mit Klienten und deren Umfeld in den folgenden Berufsfeldern:

• Beratung von Einzelpersonen, Gruppen und Familien ( z.B. Erziehungsberatung, Suchtberatung, Berufsberatung)
• Jugendhilfe (Planung und Durchführung von ambulanten und stationären Hilfemaßnahmen)
• Behindertenhilfe (Betreuungsplanung und Krisenmanagement in Wohnheim, Tagesstätte und Werkstätte)
• Suchtkrankenhilfe (stationäre und ambulante Beratung)
• Altenhilfe (Betreuungsplanung und Qualitätssicherung).

Sie eignet sich darüber hinaus als fachliche Zusatzqualifikation für die untere Leitungsebene einer sozialen Einrichtung (Gruppenleiter, Fachleiter, usw.). Sie vermittelt Techniken und Fertigkeiten zur Führung von Gruppengesprächen und zur Anleitung und Beratung von Mitarbeitern.


• Wer kann an der Fortbildung teilnehmen

Wir bilden Personen berufsbegleitend aus, d.h. wir erwarten i.d.R. einen Berufsabschluss im pädagogischen, therapeutischen oder pflegerischen Bereich. Der/die FortbildungsteilnehmerIn sollte eine Tätigkeit ausüben, in der er das Erlernte ein und umsetzen und damit Erfahrungen machen kann.


• Dauer der Fortbildung

Die Fortbildung dauert 2 Jahre


• Umfang der Fortbildung

Die Fortbildung setzt sich aus 8 Seminaren Theorie und Technik mit je 16 Unterrichtsstunden (2- tägig), 6 Supervisionsseminaren und 2 Übungs-Seminaren (Genogramme üben) zusammen. Das entspricht gesamt 256 Unterrichtsstunden.

Organisation der Weiterbildungen

Alle Weiterbildungen unseres Instituts haben einen modularen Aufbau:

• Es gibt keine feste Teilnehmergruppe.
• Die Module (2-tägigen Seminare) der Weiterbildung werden in der Regel mehrmals pro Jahr angeboten, so dass man sich den Termin für die Teilnahme aussuchen kann.
• Für jedes der Module meldet man sich einzeln an (am besten per Email). Daraufhin erhält man per Post eine Anmeldebestätigung.
• Kern aller Weiterbildungen sind die Praxisseminare (Supervisionsseminare), in denen die eigene Arbeit vorgestellt und reflektiert wird.
• Die Termine für die Supervisionsseminare werden Ende des Jahres für das Folgejahr festgelegt. Es empfiehlt sich, die Wunschtermine rechtzeitig zu buchen, da die Teilnehmerzahl auf 8 begrenzt ist.
• Die Theorie-, Technik- und Themenseminare werden mindestens ein halbes Jahr im Voraus terminiert. Wir empfehlen, die Teilnahme an diesen
• Die Reihenfolge der Seminarteilnahme ist frei wählbar – außer Technik 1 sollte vor Technik 2 besucht werden.
• Nach Absprache können von Teilnehmern einzelne Seminarthemen entgegen der allgemeinen Ausschreibung durch andere Seminarthemen ersetzt werden.

Bei Fragen zur Organisation und zu den Inhalten stehen wir gerne zur Verfügung.


• Kosten der Fortbildung

Die Gebühren betragen 4.080 € (ohne Unterkunft/Verpflegung); sie sind in 4 halbjährlichen Raten zu zahlen.



• Überblick über die Fortbildungsinhalte

Die Fortbildung setzt sich aus vier Bereichen zusammen

► Fortbildungsbereich A – Theorieseminare

1. Einführungsseminar
2. Persönlichkeitstheorie 1: Bindungstheorie – Entwicklung des Gehirns (Das Zusammenwirken von Umwelteinflüssen und Hirnphysiologie)
3. Persönlichkeitstheorie 2: Entwicklung der persönlichen Identität
4. Systemische Diagnostik

► Fortbildungsbereich B – Technikseminare

1. Hypothesen bilden, Informationen verarbeiten
2. Systemisches Interview

► Fortbildungsbereich C – Anwendungen des systemischen Ansatzes

In diesem Bereich können die TeilnehmerInnen aus einer größeren Anzahl themen- bzw. anwendungsbezogene Seminare auswählen. Die Auswahl sollte einen Bezug zum aktuellen oder angestrebten Arbeitsfeld des/der TeilnehmerIn haben.
Es können zwei Seminare ausgewählt werden.

► Fortbildungsbereich D – Supervision

In der Supervision wird die laufende Arbeit der TeilnehmerInnen thematisiert. Die bearbeiteten Fälle werden analysiert, Handlungsziele und Handlungsstrategien besprochen. Weiterhin werden die persönlichen Ressourcen der TeilnehmerInnen herausgearbeitet und die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten erörtert. Der institutionelle Arbeitskontext wird analysiert und die Spielräume für Entwicklung im institutionellen Kontext werden beschrieben. Hauptaufgabe der Supervision ist es, die Fortbildung soweit zu individualisieren, dass die TeilnehmerInnen in ihrer Arbeit auf ein Maximum ihrer persönlichen Ressourcen zurückgreifen können.

► Ausbildungsbereich E – Übungsseminare (Genogramme üben)

In diesen Seminaren werden die Techniken der Genogrammarbeit eingeübt.



• Prüfung und Zertifikat

Als Prüfung gilt die schriftliche Ausarbeitung von einer Fallbearbeitung. Die Ausarbeitung muss im Supervisionsseminar vorgestellt und verteidigt werden. Nach Erfüllung der Bedingungen – Nachweis der Seminar- und Supervisionsteilnahme, Einbringung von Fällen, schriftliche Ausarbeitung der Fallanalyse – und nach Ablauf von 2 Jahren ab Beginn der Fortbildung erhält der/die TeilnehmerIn das Zertifikat „Systemischer Berater“, bzw. „Systemische Beraterin“.


• Fortbildungsort

Die Fortbildung findet in Netphen (bei Siegen/NRW) statt. Tagungsort ist das AWO-Bildungszentrum mit angeschlossenem Hotel. Bei Bedarf kann dort übernachtet werden. Das Einzelzimmer mit Frühstück kostet ab 75,- € pro Nacht.


• Fortbildungsvertrag

Über Beginn, Inhalte und sonstige Bedingungen der Fortbildung wird ein Vertrag abgeschlossen. Der Vertrag ist seitens des/der TeilnehmerIn mit Halbjahresfrist kündbar.


• Fortbildungsbeginn

Die Fortbildung kann mit der Teilnahme an einem Einführungsseminar oder mit einem Supervisionsseminar beginnen.


• Aufbaufortbildungen

Nach erfolgreichem Abschluss der Fortbildung können verschiedene Aufbaufortbildungen an unserem Institut absolviert werden:

► Systemische Familientherapie mit dem Zertifikat „Familientherapeut“ bzw. „Familientherapeutin“
► Supervisor bzw. Supervisorin.



• Die Seminarinhalte

Bereich A

► Seminar Persönlichkeitstheorie 1: Bindungstheorie – Entwicklung des Gehirns (Das Zusammenwirken von Umwelteinflüssen und Hirnphysiologie)

Eine „sichere Bindung“ ist wesentlicher Bestandteil einer gelingenden Persönlichkeitsentwicklung. Die Bindungsentwicklung wird durch die von Bowlby und Ainsworth in den 1960er Jahre formulierte „Bindungstheorie“ beschrieben. Diese Theorie, die den Begriff „Mutterbindung“ benutzt, ging in der Pädagogik – bedingt durch eine ideologisch geprägte Veränderung des Mainstreams – weitgehend verloren. Erst durch die Ergebnisse der Hirnforschung wurde sie um die Jahrtausendwende wiederentdeckt und neu begründet. In dem Seminar stellen wir die grundlegenden Elemente der Bindungstheorie und ihre Korrelate in der Hirnphysiologie dar. Wir beschreiben, wie sich das Verhalten des Kindes entwickelt und welche Vorgänge sie dabei im Gehirn abspielen. Weiterhin stellen wir dar, welche Probleme (und zum Teil irreparable Schäden) im Gehirn entstehen, wenn die Versorgung des Kindes im frühen Alter unzureichend ist. Das Seminar ist grundlegend für eine entwicklungsbezogene pädagogische Diagnostik und zur Begründung von pädagogischen Maßnahmen, die sich nicht am allgemein Erwünschten sondern am persönlich Möglichen orientieren.

► Seminar Persönlichkeitstheorie 2: Entwicklung der persönlichen Identität

Die Entwicklung einer eigenständigen, selbstbewussten Persönlichkeit ist das zentrale Erziehungsziel in unserer Kultur und Gesellschaft. Während die Notwendigkeit einer Bindung kulturübergreifend gleich („artspezifisch“) ist, ist die Identitätsentwicklung kulturspezifisch, d.h. die Regeln und Normen sowie die Erziehungsziele sind in Kulturen und Epochen unterschiedlich. Dieses Seminar beschäftigt sich in der Hauptsache mit der Identitätsentwicklung in unserer Gesellschaft.

Begriffe

• Individualität und Moderne – damit ich anders als die anderen sein kann, brauche ich die anderen
• „kein Mensch fängt bei null an“ – über die Lebensgeschichten der Vorgenerationen wie „Äußeres“ (Erlebtes) zu „Innerem“ (persönlichem „Merkmal“ bzw. „Programm“)
• die Individuen im System der Familie
• das Kind in der Familie – Bindung und Identität
• „Habitus“ – die Wechselwirkung zwischen übernommenen „Programmen“ und aktuellen Anforderungen
• „Symbole“
• „System Habitus“ – die vielen Kleinigkeiten, die zusammen gehören
• Was sind „Ressourcen“?
• „Selbstbewusstsein“
• Familie und Individualität
• Die Unabhängigkeit und Gleichheit der Ursprungsmodelle (Vater und Mutter)
• Die Unabhängigkeit der Modelle macht einen Entwicklungssprung notwendig ( Dialektischer Prozess – Entwicklung der neuen Qualität ist nicht mechanisch, das Ergebnis nicht planbar)
• Vater und Mutter sind nur einmal zu vergeben – die kulturelle Norm, aus der die moderne Individualität entsteht (die „Einfachheit“ der Zuordnung von Vater und Mutter ist nicht Natur- sondern Kulturergebnis)



• Seminar 3

■ Systemisch pädagogische Diagnostik (alternativ für TeilnehmerInnen, die in der Behindertenhilfe arbeiten)
■ Behinderungsdiagnostik

Inhalte systemisch pädagogische Diagnostik:
Bindungsstörungen

• Die „sichere Bindung“ als Grundlage zur Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit (die Bindungstheorie von Bowlby)
o Was bedeutet „Bindung“?
o Elemente einer „sicheren Bindung“
o Die Experimente von Harlow
• Formen nicht-sicherer Bindungen
• Angst und Ängstlichkeit als Folge unzureichender Bindungen
• „Historische Entwurzelung“ als Folge unzureichender Bindungen
• Störungen bei Kindern und Jugendlichen (z.B. Aggressionen, Aufmerksamkeitsstörungen, Anpassungsstörungen, Einnässen, Einkoten, usw.)
• Warum man bei Kindern und Jugendlichen nicht von einer „psychischen Krankheit“ sprechen sollte
• Störungen und Krankheiten bei Erwachsenen (z.B. Boderlinestörungen, Beziehungsstörungen, Dissozialität, Aggressionen, usw.)

Identifikations-, Strukturstörungen („Doppelungsstörungen“)

• Entwicklung der Störung über mehrere Generationen
• Die Rolle der Moral und die Verfügbarkeit von Informationen über Strukturen und Inhalte der Familie
• Was ist „Psychose“?
• Psychose als „Krankheit des Erwachsenwerdens“
• Wann entstehen die Störungen (Krankheiten)? – Welchen Einfluss hat die soziale Umwelt?
• Störungsformen (Psychosen, Angstneurosen, Aggression, häufiger Partnerwechsel, usw.)
• Beispiele für „Standardhypothesen“ bezüglich der Systeminhalte bei Störungsbildern
• Arbeiten mit dem 2-Welten-System

Störungen aus „kultureller Entwurzelung“

• Was bedeutet „kulturelle Entwurzelung“?
• „Negative Identifikation“ und Identifikation mit reduzierten Klischees“ in der 2. und 3. Migrantengeneration
• Wie aus „kultureller Entwurzelung“ „historische Entwurzelung“ mit allen Begleitsymptomen entsteht
• Suche nach der kulturellen Identität im System der Ursprungsfamilie
• Kultureller Brückenbau

Inhalte Behinderungsdiagnostik

• Grundlagen: Wie entsteht eine Persönlichkeit – Was braucht ein Mensch für eine gelingende Entwicklung?
o Bindungsentwicklung
o Identitätsentwicklung
• Erkennen und Einschätzen von Behinderungen
o Analyse der aktuellen Situation
o Behinderungsgeschichte – Lebensgeschichte
• Systematik von Behinderungen und psychischen Störungen
o Frühkindliche Hirnschäden
o Frühe Bindungsschäden
o Psychische Erkrankungen – der „Knick im Lebenslauf“
• Strategische Betreuungsplanung
o Die „persönlichen 100%“ – individualisierte Betreuungsziele setzen
o Betreuungsart und Betreuungsintensität



• Bereich B

► Technikseminar 1 Informationsverarbeitung und Hypothesenbildung

Thema des Seminars ist die Verarbeitung von Informationen aus Beobachtung, Gesprächen und Dokumenten zu einer Systemhypothese über die einzelne Person und über ihr Familiensystem. Aus Daten werden nur dann sinnvolle Informationen, wenn es gelingt, sie in einen (System-)Zusammenhang zu stellen. Statt Datenberge anzuhäufen sollen Informationen systematisch, theoriegeleitet und effektiv zu Hypothesen verarbeitet werden. Folgende Bereiche werden in dem Seminar bearbeitet:
– Informationen qualitativ unterscheiden nach neurologischer, bindungstheoretischer
und
familiensystemischer Bedeutung
– Hypothesen zu einer Gesamthypothese über die Persönlichkeit verarbeiten
– Aus der/den Hypothesen neue Fragestellungen entwickeln, um die Systemhypothese zu überprüfen (zu verifizieren)
– Auf der Basis der Beobachtungen und Informationen über Lebenslauf, Symptomgeschichte und Familiengeschichte Hypothesen als Grundlage der Betreuungsplanung entwickeln
– Die Informationen aus der Analyse des Familiensystems auf die Entwicklung der Persönlichkeit des Klienten beziehen
– Informationen über die aktuelle Situation, die Biographie und die Problemgeschichtestrukturiert und anschaulich darstellen (u.a. für effektive Fallbesprechungen)
– (Familien-)Systemstrukturen mit dem Genogramm darstellen
– Inhalte und Strukturen bei der Hypothesenbildung trennen
– Erfahrungen aus anderen Systemen in die Hypothesenbildung einbeziehen
Die Seminarinhalte werden zunächst anhand von (Video-)Beispielen dargestellt und dann beispielhaft auf eigene Fallunterlagen der Teilnehmer bezogen pen.


► Technikseminar 2 Systemische Gesprächsführung – Systemisches Interview

In diesem Seminar werden systemische Interviewtechniken erlernt und eingeübt.
Dabei werden zwei Hauptstränge verfolgt:
1. Den Interview- bzw. Gesprächspartner so zu motivieren, dass er interessiert und aktiv am Gespräch teilnimmt
2. Das Gespräch so vorzubereiten und zu führen, dass der Interviewer den Überblick behält und die gewonnenen Informationen bearbeiten und verwerten kann. Das Interview dient der Beschaffung von Informationen, um die Hypothese(n) zu einem Betreuten zu bilden oder zu verifizieren. Es soll den Interviewten zur Zusammenarbeit motivieren. Ist der Interviewte zugleich der Betreute, soll er motiviert werden, seine verfügbaren persönlichen Ressourcen zu erforschen und Informationslücken durch persönliches Weiterforschen zu schließen. Folgende thematische Schwerpunkte werden bearbeitet:
– Ressourcenorientiert fragen, defektorientiertes Fragen und Bewerten vermeiden
– Die Kunst, einfache Fragen zu stellen
– Verknüpfung von Informationen zu einer Struktur
– Fragen zur Lebensgeschichte
– Krisenbeschreibung
– Fragen zur Ursprungsfamilie; das Genogramm als Orientierungs- und Hilfsmittel
– Familiengeschichte und aktuelle Ressourcen in Verbindung setzen
– Dem Interviewpartner das Vorgehen und die Hypothesenbildung erklären
– Blockaden überwinden
– Mit dem Interviewpartner Strategien zur Weiterforschung entwickeln
– Typische Fehler im Interview erkennen bzw. vermeiden
Die Inhalte und Techniken werden anhand von (Interview-)Beispielen dargestellt und an Fallbeispielen der Teilnehmer oder deren persönlichen Systemen entwickelt. Die Teilnehmer sollten das Seminar Technik I bereits absolviert haben.


• Bereich B

Themen der Anwendungsseminare (u.a.)

■ Aggressive Verhaltensstörungen
Interventionen, Krisenmanagement und Betreuungsplanung
■ Entwicklung der Sexualität, Sexualität und Identität, Rollenverhalten, Störungen,
Struktur und Inhalte von Familiensystemen mit Inzest und sexuellem Missbrauch
■ Systemische Arbeit mit Psychotikern, insbesondere Schizophrenen
Systemische Schizophrenietheorie – Krisenintervention – Krisenvermeidung – reden und kommunizieren mit Schizophrenen – langfristige Interventionsstrategien
■ Depressionen
■ Bindungsstörungen – Bindungsentwicklung
■ Alkohol- und Drogenabhängigkeit
■ Psychosen und Borderlinestörungen
■ Genogrammarbeit
■ Kriterien des Kindeswohls

Für die einzelnen Seminare können jeweils ausführliche Ausschreibungen auf unserer Homepage im Internet eingesehen oder direkt bei uns angefordert werden.


• Ausbilder

Dipl.-Psychologe Helmut Johnson,
Leiter des Instituts, klinischer Psychologe und Supervisor BDP, Familientherapeut

Diplom-Psychologe Eberhard Kempf,
Systemischer Familientherapeut Praxis für Mediation in Hachenburg/Westerwald

Dr. Margaret Meyer zu Wendischhoff,
Ärztin für Psychiatrie Systemische Familientherapeutin, Systemische Supervisorin.
Schwerpunkte im Bereich der Rehabilitation psychisch Kranker und als Sachverständige in Familiensachen

Gunnar Johnson,
Soziologe M.A. Systemischer Berater und Supervisor

Diplom-Psychologe Winfried Klaes,
Sytemischer Familientherapeut, Supervisor

Lars Meffert,
Soziologe M.A.