Desorganisierte Bindung – ängstlich und vermeidend zugleich
Das Auftreten von Störung und Auflösung organisierter Bindungsmuster verunsichert Angehörige,Bezugspersonen und professionelle Helfer.
Wenn die ursprüngliche Bindungsform zerfällt – desorganisiert wird – muss die Betreuungsplanung grundlegend anders erfolgen als bei anderen Bindungsstrukuturen:
Die Kinder brauchen Bindung wie andere Kinder auch – entsteht jedoch zu schnell Nähe, reagieren sie mit starker Angst und einem Fluchtimpuls mit möglicherweise irrationnalen Handlungen, die die professionellen Helfer überfordert. Das passiert leicht nach einem harmonischen Anfang der Hilfe und erschient auf den ersten Blick unlogisch. Unter dem Gesichtspunkt, dass Nähebedarf und Fluchtreflex gleichzeitig aktiviert werden, kommt man jedoch zu grundlegend anderen Schlüssen.
Dieses Seminar soll helfen, Zusammenhänge besser zu verstehen, auf typische Muster zu achten und Hilfen anwenden zu können, bzw. entsprechend beraten zu können.
Desorganisation von Bindungsmustern hat unendlich viele Gesichter – das Seminar lebt von Fallbeispielen, die die TeilnehmerInnen mitbringen.
In diesem Zusammenhang wird vertieft über psychiatrische Krankheitsbilder wie Psychosen und Depression, Generationen übergreifendes Trauma sowie schwere Persönlichkeitsstörungen gesprochen, so, wie es sich durch die Arbeitsfelder der TeilnehmerInnen ergibt.
| Referent:in: | Dr. Margaret Meyer zu Wendischhoff |
| Termine: | 01.-02.07.2026 |
| Uhrzeit: | 1. Tag 10–17 Uhr - 2. Tag 9–16 Uhr (bei allen Terminen gleich) |
| Kosten: | 280 € (ohne Unterkunft/Verpflegung) |
Weitere Seminare finden Sie im Seminarkalender.
