Persönlichkeitstheorie 2: Entwicklung der persönlichen Identität


Die Entwicklung einer eigenständigen, selbstbewussten Persönlichkeit ist das zentrale Erziehungsziel in unserer Kultur und Gesellschaft. Während die Notwendigkeit einer Bindung kulturübergreifend gleich („artspezifisch“) ist, ist die Identitätsentwicklung kulturspezifisch, d.h. die Regeln und Normen sowie die Erziehungsziele sind in Kulturen und Epochen unterschiedlich. Dieses Seminar beschäftigt sich in der Hauptsache mit der Identitätsentwicklung in unserer Gesellschaft.

Begriffe

• Individualität und Moderne – damit ich anders als die anderen sein kann, brauche ich die anderen
• „kein Mensch fängt bei null an“ – über die Lebensgeschichten der Vorgenerationen wie „Äußeres“ (Erlebtes) zu „Innerem“ (persönlichem „Merkmal“ bzw. „Programm“)
• die Individuen im System der Familie
• das Kind in der Familie – Bindung und Identität
• „Habitus“ – die Wechselwirkung zwischen übernommenen „Programmen“ und aktuel-len Anforderungen
• „Symbole“
• „System Habitus“ – die vielen Kleinigkeiten, die zusammen gehören
• Was sind „Ressourcen“?
• „Selbstbewusstsein“
• Familie und Individualität
• Die Unabhängigkeit und Gleichheit der Ursprungsmodelle (Vater und Mutter)
• Die Unabhängigkeit der Modelle macht einen Entwicklungssprung notwendig ( Dia-lektischer Prozess – Entwicklung der neuen Qualität ist nicht mechanisch, das Ergebnis nicht planbar)
• Vater und Mutter sind nur einmal zu vergeben – die kulturelle Norm, aus der die mo-derne Individualität entsteht (die „Einfachheit“ der Zuordnung von Vater und Mutter ist nicht Natur- sondern Kulturergebnis)