Techniken systemischer Arbeit
Informationsverarbeitung und Hypothesenbildung


Thema des Seminars ist die Verarbeitung von Informationen aus Beobachtung, Gesprächen und Dokumenten zu einer Systemhypothese über die einzelne Person und über ihr Familiensystem. Aus Daten werden nur dann sinnvolle Informationen, wenn es gelingt, sie in einen (System-) Zusammenhang zu stellen. Statt Datenberge anzuhäufen sollen Informationen systematisch, theoriegeleitet und effektiv zu Hypothesen verarbeitet werden. Folgende Bereiche werden in dem Seminar bearbeitet:

  • Informationen qualitativ unterscheiden nach neurologischer, bindungstheoretischer und familiensystemischer Bedeutung
  • Hypothesen zu einer Gesamthypothese über die Persönlichkeit verarbeiten
  • Aus der/den Hypothesen neue Fragestellungen entwickeln, um die Systemhypothese zu überprüfen (zu verifizieren)
  • Auf der Basis der Beobachtungen und Informationen über Lebenslauf, Symptomgeschichte und Familiengeschichte Hypothesen als Grundlage der Betreuungsplanung entwickeln
  • Die Informationen aus der Analyse des Familiensystems auf die Entwicklung der Persönlichkeit des Klienten beziehen
  • Informationen über die aktuelle Situation, die Biographie und die Problemgeschichte strukturiert und anschaulich darstellen (u.a. für effektive Fallbesprechungen)
  • (Familien-)Systemstrukturen mit dem Genogramm darstellen
  • Inhalte und Strukturen bei der Hypothesenbildung trennen
  • Erfahrungen aus anderen Systemen in die Hypothesenbildung einbeziehen

Die Seminarinhalte werden zunächst anhand von (Video-)Beispielen dargestellt und dann beispielhaft auf eigene Fallunterlagen der Teilnehmer bezogen.

Referent: Eberhard Kempf, Diplom-Psychologe und Systemischer Familientherapeut
Termin: 03.-04.11.2022, 1. Tag 10 – 17 Uhr / 2. Tag 9 – 16 Uhr
Kosten: 250€

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