Angebot für eine sechsteilige Kompaktqualifizierung
Wandel der Behinderung


Der Ausgangspunkt:

Das Anforderungsprofil für die Betreuung behinderter Menschen wandelt sich bereits seit einigen Jahren deutlich. Dies liegt nicht nur an einer veränderten Einstellung der Öffentlichkeit gegenüber dem Behinderungsbegriff oder einer geänderten sozialpolitischen Herangehensweise. Vielmehr sind es die Behinderungsbilder selbst, die sich gewandelt haben. War die Behinderung in der Vergangenheit recht eindeutig als Folge eines Gendefektes, eines Gehirnschadens oder in Folge einer chronischen psychischen Erkrankung zu beschreiben, so finden wir heute zusätzlich massive Störungen im emotionalen Bereich und im Sozialverhalten, deren Entstehung weder organisch ist noch auf spezifische Auslöser bezogen werden kann. Nicht von ungefähr ist der Begriff „Junge Wilde“ zu einem geflügelten Wort geworden. Es steigt mithin vor allem die Zahl der stark verhaltensauffälligen Menschen, deren Handicap nicht allein mentaler, sondern vor allem sozialer Art ist. Hierbei zeigen sich die gesteigerten Probleme und Einschränkungen nicht erst mit dem Erwachsenwerden, sondern zumeist schon sehr früh im Kindes- und Jugendalter, so dass auch speziell der Bedarf an Hilfen – ambulanter wie stationärer Art – für immer jüngere und immer verhaltensauffälligere Kinder mit Handicap steigt. Der Umstand, dass es in vielen Fällen unzureichende äußere Lebensbedingungen der Betreffenden sind, die sich nachhaltig auf deren Entwicklungsverläufe und Persönlichkeitsentwicklung ausgewirkt haben, bedingt, dass Mitarbeiter*innen von Diensten und Einrichtungen sich neben der konkreten Arbeit mit den behinderten Menschen auch mit deren Ursprungssystemen – den Familien und Angehörigen – beschäftigen müssen. Auf diesem Weg wird Angehörigenarbeit/ Familienarbeit zum zentralen Arbeitspunkt in der Eingliederungshilfe, über den sich neue Zielstellungen in der Betreuung ableiten lassen, Blockaden im Betreuungsverlauf aufgelöst und stattdessen kooperative Kontaktformen etabliert werden können. Mitarbeiter*innen benötigen für all dies ein spezielles Know-How und ein auf diese neuen Aufgabenstellungen hin zentriertes „Handwerkszeug“, das eine Weiterführung und Ergänzung bestehender pädagogischer, pflegerischer und psychosozialer Grundausbildungen darstellt. Auf diesem Hintergrund bieten wir für die betreuenden und begleitenden Aufgaben der Mitarbeiter*innen von Diensten und Einrichtungen eine modular aufgebaute Weiterbildungsreihe an, die als Kompaktqualifizierung in konzentrierter Form auf die Arbeit mit den neuen Klientengruppen der Eingliederungshilfe vorbereitet. Die Kompaktqualifizierung besteht aus sechs inhaltlichen Seminaren und einem optionalen Konzeptseminar, diezusammen unterschiedliche Aspekte im Verstehen der neuen Behinderungsformen, zentrale Interventionen bis hin zur Entwicklung passender Betreuungsansätze und Einrichtungskonzepte aufgreifen.

Inhalte:

Seminar 1
„Junge Wilde & Co“ – Die neuen Behinderungsformen und Störungsbilder: erkennen, unterscheiden, Betreuungszugänge finden

Starke Einschränkungen in der emotionalen Steuerungsfähigkeit, hiermit verbunden große Schwierigkeiten im Sozialverhalten, nur geringe Fähigkeiten das eigene Leben selbstständig zu organisieren, kaum soziale Orientierung und damit erhebliche Begrenzungen sich in Gruppen zu integrieren – dies sind nur einige der Kennzeichen für das Verhaltensbild von zahlreichen Kindern, Jugendlichen und zumeist jüngeren Erwachsenen, die aktuell über die Jugendhilfe und im Fall gleichzeitiger intellektueller Einschränkungen vermehrt in der Behindertenhilfe betreut werden. Diese Merkmale weisen darauf hin, dass der Kern ihrer Beeinträchtigung eine massive Reifeverzögerung auf dem Hintergrund einer tiefgreifenden Störung des Bindungs- und Stressregulationssystems ist. Da zu diesen Formen eines sozial-emotionalen Handicaps aber auch mentale Einschränkungen, hiermit verbunden gravierende Lerndefizite, Konzentrations- und Ausdauerprobleme, ein starkes Angsterleben angesichts unvertrauter und anfordernder Situationen, ein hyperaktiver Verhaltensstil, Rückzugstendenzen mit Erlebensweisen, die an depressive Störungen erinnern wie im umgekehrten Fall kaum kontrollierbare aggressive Ausbrüche gehören können, fällt die Abgrenzung zu anderen (klassischen) Störungsbildern nicht immer leicht. Für Praktiker in der Behindertenhilfe ist es jedoch von großer Bedeutung unterscheiden zu können was etwa in den Bereich einer Anpassungsstörung fällt, was einer Persönlichkeitsstörung zuzuordnen ist, was auf eine hirnorganisch bedingte Beeinträchtigung hinweist oder eben doch einem sozial-emotionalen Handicap entspricht. Je nach diagnostischer Weichenstellung resultieren jeweils unterschiedliche Betreuungszugänge und Interventionen, die sich in einigen Fällen sogar gegenseitig ausschließen. Im Seminar werden die zentralen Kennzeichen der Störungsbilder vorgestellt, die Unterschiede in den interventiven Herangehensweisen erläutert und Möglichkeiten der Entwicklung eigenständiger Konzepte zur Betreuung von Menschen mit einem sozial-emotionalen Handicap erarbeitet.

Seminar 2
Bindungsstörungen und Anpassungsstörungen aus Sicht der sozialen Neurowissenschaften (Hirnforschung)

Einer der Impulsgeber für das in den vergangenen Jahren wieder erwachte Interesse am Thema „Bindung“ ist der Umstand, dass die ansteigende Zahl bindungsgestörter Menschen mit starken Reifeverzögerungen und massiven Beeinträchtigungen in der Persönlichkeitsentwicklung vermehrt in den gesellschaftlichen Fokus gerückt ist. Zunehmend stellt diese Personengruppe pädagogische Fachkräfte vor große fachliche und menschliche Herausforderungen und Kostenträger vor die Notwendigkeit nicht unerheblicher finanzieller Investitionen. Dies um so mehr als sich mittlerweile in einer größeren Zahl von Fällen Ernüchterung hinsichtlich der nachhaltigen Wirksamkeit der eingesetzten (üblichen) pädagogischen Maßnahmen eingestellt hat. Nun haben in den vergangenen Jahrzehnten die sozialen Neurowissenschaften über das zunehmende Grundverständnis zur strukturellen und funktionellen Entwicklung des menschlichen Gehirns wesentliche Erkenntnisse zum Entstehungsgeschehen bindungsbasierter Reifeverzögerungen und verwandter Störungsbilder beigetragen und hierüber auch Anstösse für einen Wandel in den pädagogischen Auffassungen geben können.
Mit unserem Seminar wollen wir ausgewählte Ergebnisse der sozialen Neurowissenschaften (Hirnforschung) zum Verständnis des Bindungsgeschehens und zu Störungsbildern, die sich aus einer Beeinträchtigung des
Bindungssystems ergeben, auf allgemein verständliche Weise darstellen und damit Hinweise zur Planung effektiver pädagogischer Hilfen und Betreuungszusammenhänge geben.

Seminar 3
Das sozial-emotionale Handicap („Junge Wilde“): eine tiefgreifende Störung der Stressregulation

Lange Zeit nannte man sie „Menschen mit stark herausforderndem Verhalten“ oder auch „Junge Wilde“.
Man ging davon aus, dass bei diesen Personen mit geeigneten Fördermaßnahmen ein selbstbestimmtes Lebens sowohl im Arbeitsbereich als auch in der privaten Lebensgestaltung erreicht werden könnte. In der Praxis musste man jedoch feststellen, dass dieses Ziel in sehr vielen Fällen nicht erreicht wurde. Trotz dieser offensichtlichen Feststellung scheint es der Fachöffentlichkeit schwer zu fallen, die zu beobachtenden Verhaltensweisen der betroffenen Personen als dauerhafte und nicht zu behebende „Behinderung“ anzusehen. In den letzen Jahren lieferten indes die sozialen Neurowissenschaften Erkenntnisse, dass die aus der frühen Kindheit stammenden Störungen der emotionalen, sozialen und ggf. intellektuellen Entwicklung in vielen Fällen nicht reversibel sind. Die Folge ist eine Behinderung im emotionalen und sozialen Erleben – wir nennen diese „sozial-emotionales Handicap“ -, die nur mit einer dauerhaften Unterstützung die Teilhabe am öffentlichen gesellschaftlichen Leben erlaubt. In unserem Seminar werden wir zunächst die aktuellen Erkenntnisse der Neurowissenschaften in Bezug auf die blockierte Entwicklung von Emotion und Sozialverhalten darstellen. Diese Erkenntnisse werden genutzt, um typische im Alltag zu beobachtende Erscheinungsformen (z.B. Aggressionen, Fluchtverhalten, fehlendes
Einfühlungsvermögen) zu analysieren. Diese Einschätzung stellt die Grundlage für eine langfristige Betreuungsplanung dar. Wir werden in diesem Zusammenhang erläutern, warum viele gewohnte Betreuungsstrategien nicht erfolgreich sein können. Die Praxis der Betreuung von Menschen mit einem sozialemotionalen Handicap erfordert neues Denken und neue Maßnahmen. Die Diagnose dient deshalb auch dazu, die notwendigen neuen Betreuungsmaßnahmen fachlich zu begründen.

Seminar 4
Der Leitfaden basal-wirksamer und stressreduzierender Techniken (LsbT) in der Betreuung von Menschen mit
Bindungsstörungen und sozial-emotionalem Handicap

„Wenn Worte fehlen …“, dieser Halbsatz beschreibt kurz gefasst die Ausgangslage vieler Menschen mit einer früh entstandenen massiven Entwicklungsstörung. Kennzeichnend für diese Personen ist ihr dauerhaft dereguliertes Stresssystem, das sowohl für die Entstehung des Störungsbildes sorgt wie auch für die langfristige Aufrechterhaltung der gezeigten Symptome im emotionalen Erleben und sozialen Handeln.
Häufig ist dann der Zugang zu rationalem Denken versperrt, verbale Interventionen verpuffen ungehört, oft sind die üblichen pädagogischen Versuch zur Einflussnahme unwirksam. Hiervon ausgehend stellt sich die Frage, auf welchem Weg die Betreffenden überhaupt erreichbar sind und wie im Nachgang begleitende Hilfen wirksam werden können. Gelingt es aus der Frühentwicklung „offen“ gebliebene nonverbale, vorsprachliche und basale Kommunikationskanäle systematisch und gezielt anzusprechen, kann man feststellen, dass – oft auf verblüffend spontane Weise – eine Beruhigung der angefeuerten Stressreaktion eintritt und positive Auswirkungen auf die übersteigerten Angstreaktionen feststellbar sind. In Kombination mit einem parallel vermittelten sicheren Bindungsangebot können schrittweise wieder Zugänge zu den emotionalen und sozialen Steuerungszentren gebahnt werden, so dass sich auf dieser Bass der Wirkungsgrad nachfolgender pädagogischer Maßnahmen erheblich erhöht. Im Seminar wird ein Instrumentenkoffer basal-stressregulierender Methoden (LsbT) vorgestellt und gezeigt worin speziell für Menschen mit Bindungsstörungen und einem sozial-emotionalen Handicap dessen besondere Wirksamkeit besteht, indem er an den frühen „Wurzeln“ des gestörten Entwicklungsgeschehens ansetzt und konsequent auf das sehr geringe emotionale und soziale Entwicklungsalter der Betreffenden Bezug nimmt.

Seminar 5
Hilfen für das „unterentwickelte“ Selbst: stützende und fördernde Interventionen

Auch wenn es gelungen ist mit Hilfe basal-wirksamer Techniken und einem bindungszentrierten Betreuungsansatz beruhigend auf das dereguliert Stresssystem von Menschen mit einer überdauernden Störung der emotionalen Kontrolle und sozialen Verhaltensauffälligkeiten einzuwirken, bleibt hiervon die Entwicklung des stark eingeschränkten Selbstbewusstseins unberührt. Für dessen Förderung und Unterstützung bedarf es eigener Interventionen. Im Seminar wird zunächst vorgestellt was wir heute aus Sicht der sozialen Neurowissenschaften über das Bewusstsein als Grundlage jeglicher Form von Selbst-Bewusstsein wie auch die Entstehung des Selbst als menschlichem Kernerleben wissen. Von dieser Basis ausgehen werden anschließend systemisch-lösungsorientierte Verfahren vorgestellt, die sich in besonderer Weise stützend und förderlich für das „Nachreifen“ dieser inneren Instanzen auswirken. Hierzu ist es in der Regel notwendig auch die Lebenswirklichkeit der familiären Ursprungssysteme kennen zu lernen, insbesondere die die Einbindung in familiäre Identitäten. Auf diesem Hintergrund wird in vielen Fällen nicht nur verständlich welchen Ursprung das auffällige Verhalten hat, sondern auch welche Möglichkeiten im Hinblick auf die Entwicklung eines positiv besetzten Selbstwertes bestehen.

Seminar 6
Angehörigenarbeit: Blockaden vermeiden – familiäre Potentiale nutzen – Entwicklung fördern

Für eine nachhaltig erfolgreiche Betreuung und Begleitung von Menschen, deren sozial-emotionale Beeinträchtigungen auf schwierige frühe Sozialisationserfahrungen zurück zu führen sind, ist die Arbeit mit dem familiären Herkunftssystem zumeist unerlässlich. In nicht wenigen Fällen scheitert ansonsten – trotz erfolgreichem Bindungsaufbau – sowohl die Grundberuhigung der betreffenden Personen wie auch die Fortführung der Maßnahmen in Richtung größerer Eigenständigkeit. Bleiben die unglücklichen Einbindungen des behinderten Menschen in die aktuelle Lebenssituation der Familie oder die Persönlichkeitsdynamik einzelner Familienmitglieder bestehen, kann sich ohne professionelle Angehörigenarbeit der Kontakt des behinderten Menschen mit seiner Familie sogar als schädlich oder destruktiv für dessen Entwicklung erweisen. In wieder anderen Fällen sind Mitarbeiter*innen der Einrichtung darauf angewiesen Angehörige als „Experten“ für die Lebensgeschichte und daran geknüpft die Frage nach den möglichen Entwicklungsoptionen des behinderten Menschen nutzen zu können. In all diesen Fällen ist es notwendig die Kontaktgestaltung mit der Familie systematisch zu planen und positiv im Interesse des behinderten Menschen zu beeinflussen. Im Seminar werden grundlegende Herangehensweisen und Techniken aus dem Repertoire systemischer Beratung und Gesprächsführung vorgestellt, mit deren Hilfe förderliche Kontakte mit Familien geschaffen und erhalten werden können.

Die oben beschriebenen Seminare bauen inhaltslogisch aufeinander auf und bieten damit einen umfassenden Überblick über die Gesamtthematik „Betreuung von Menschen mit einem sozial-emotionalen Handicap und Anpassungsstörungen“. Einrichtungen können auf diese Weise einen „fachlichen roten Faden“ implementieren, der nicht nur einzelnen „Spezialisten“ zur Verfügung steht, sondern von allen mit dieser Thematik wesentlich befassten Mitarbeiter*innen aufgegriffen werden kann. Für den Fall, dass Einrichtungen planen die Betreuung von Menschen mit sozial-emotionalem Handicap zu einem Arbeitsschwerpunkt weiter zu entwickeln – etwa im Rahmen spezieller Wohnangebote oder eines spezialisierten Berufsbildungsbereich in der WfbM – kann die Kompaktqualifizierung um ein Seminar zur Konzeptentwicklung erweitert werden (Seminar 7).

Seminar 7
Die Entwicklung von Einrichtungskonzepten für die Betreuung von Menschen mit Bindungsstörungen,
Reifeverzögerungen und sozial-emotionalem Handicap (Wohnen, Begleiten und Arbeiten)

Im Seminar werden die zentralen Aspekte für den Aufbau eines einrichtungsspezifischen Konzeptes zur Betreuung der neuen Klientengruppen in der Eingliederungshilfe vorgestellt und in der Umsetzung für den jeweiligen institutionellen Rahmen und Auftrag (z.B. einer WfbM oder eines speziellen Angebotes in der Wohnbetreuung) erarbeitet. Unverzichtbar ist ein solches Konzept immer dann, wenn Einrichtungen nicht nur in der Lage sein wollen auf den Einzelfall angemessen zu reagieren, sondern darüberhinaus die Arbeit mit der Zielgruppe systematisieren möchten.
In einem solchen Fall

• müssen strukturelle Voraussetzungen beachtet werden,
• muss die Settinggestaltung zentralen Regeln folgen,
• benötigt die Einrichtung spezifische Formen

• der Zusammenarbeit, insbesondere der Teamarbeit,
• der personellen Ausstattung
• und der fachlichen Unterstützung,

• bedarf es der Formulierung fachlicher Standards und argumentativer Hilfen zur Verankerung der Angebote,
• müssen Verfahren zur Betreuungsplanung implementiert werden.

Adressaten für dieses Seminar sind die geschäftsführenden Ebenen, die operativ Verantwortlichen der Leitungsebenen sowie Zuständige in den Fachdiensten, die in die konzeptionelle Erarbeitung eingebunden sind.

Fachliche Basis der Seminare 1 – 6:
Unser Qualifizierungsangebot fusst auf:

• einem systempsychologischen Ansatz, der die Persönlichkeit eines Menschen aus der ständigen Wechselwirkung mit seinem sozialen, natürlichen und kulturellen Umfeld begreift,
• aktuellen Erkenntnissen der sozialen Neurowissenschaften, die in den letzen Jahren wesentliche Beiträge zum Verständnis von Stressregulationsstörungen als Grundlage intensiver Verhaltensauffälligkeiten beigetragen haben und
• zentralen Hinweisen aus der Bindungstheorie in Verbindung mit speziellen stressreduzierenden basalwirksamen Handlungskonzepten (LsbT).

Aufbau:
Die Seminare 1 – 6 sind jeweils gegliedert in einen fachlich-methodischen Block und einen Block Fallbearbeitung, über den der praxisnahe Übertrag in die Betreuungsarbeit der Teilnehmer*innen stattfinden kann. Die Kompaktqualifizierung umfasst bei sechs Seminarblöcken 48 Unterrichtsstunden, bei Zubuchung des optionalen Seminars zur Konzeptentwicklung 56 Unterrichtsstunden. Je einrichtungsinternem Kurs können bis zu 20 Mitarbeiter*innen geschult werden.

Referenten:

• Winfried Klaes, Dipl. Psychologe, Familientherapeut, Supervisor (BDP)
• Helmut Johnson, Dipl. Psychologe, Supervisor, Institutsleiter
• Anke Wagner, Soziologin (M.A.), Kunstpädagogin (M.A.) mit Schwerpunkt Kunsttherapie, Yogalehrerin (RYS)

Kostenrahmen:
Je Seminarblock: 3.100,- €.
(Hierin sind alle Referentenkosten einschließlich Anfahrt und Unterkunft enthalten).

Literatureinstieg:

Winfried Klaes & Helmut Johnson. 2016.
Der schwierige Weg zur (beruflichen) Selbst-Bestimmung für junge Erwachsene mit einem sozial-emotionalen
Handicap – Hinweise aus der Neuropsychologie. In: Die berufliche Rehabilitation – Zeitschrift zur beruflichen und sozialen Teilhabe (30. Jahrgang, Heft 3, S. 183 – 198)

Helmut Johnson & Winfried Klaes. 2016.
Ein Konzept zur Integration stark bindungsgestörter junger Menschen in das Arbeitsleben. In: Die berufliche Rehabilitation – Zeitschrift zur beruflichen und sozialen Teilhabe (30. Jahrgang, Heft 4, S. 313 – 328)

Helmut Johnson. 2018.
Sie sind nicht so geworden wie die Gesellschaft sie „braucht“ – junge Menschen mit unausgereifter Persönlichkeit.
Was können wir tun? In: Teilhabe für junge Wilde – Gibt es Grenzen der Inklusion? – Wie Teilhabeförderung für (junge) Menschen mit einem sozial-emotionalen Handicap gelingen kann (im Druck)